Die erste Interessensvertretung für Kletterer

 

Anfang der neunziger Jahre erhöhte sich der gesellschaftliche Druck auf den Klettersport. Naturschützer, die durch Kletterer den Fortbestand der Felsflora und -fauna gefährdet sahen, setzten strikte Betretungsverbote an einigen fränkischen Felsen durch. So sollte im Jahr 1989 der Röthelfels aufgrund einer Vogelbrut komplett gesperrt werden. Viele Kletterer sahen sich von den bestehenden Alpinorganisationen wie dem Deutschen Alpenverein nicht ausreichend unterstützt. Sie hatten Sorge, ihren Sport nur noch eingeschränkt ausüben zu dürfen, was einer weiteren Entwicklung dieser Sportart entgegenwirken würde.



Im November 1989 gründeten etwa 25 Kletterer die „IG Klettern Frankenjura und Fichtelgebirge e.V.“ Der Verein setzt es sich bis heute zum Ziel, den Klettersport im Frankenjura dauerhaft und auf naturverträgliche Weise zu erhalten und unbegründeten Felssperrungen entgegenzutreten.


Nach diesem Vorbild wurden später deutschland- und europaweit regionale Vereine mit derselben Zielsetzung gegründet.