Gefährdung durch den Menschen

In jüngster Zeit beeinflussen zunehmend Menschen diesen Lebensraum. Zum einen wird die forstwirtschaftliche Nutzung der Wälder ausgeweitet, so dass die zum Teil nur 10 bis 15 Meter hohen Felsklapfen von darunterstehenden Bäumen beschattet werden. Dies entschärft die extremen Standortbedingungen, so dass die Felsköpfe damit anderen Pflanzengesellschaften als Lebensgrundlage dienen und so die seltene Steppenvegetation verdrängt wird.

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Zum anderen bewegen sich Kletterer seit 150 Jahren im Ökosystem Fels. Durch das Greifen und Steigen der Bergsportler in der Wand kann das Pflanzengewebe der Vegetation gequetscht und damit geschädigt werden, so dass es nicht mehr in der Lage ist, für ausreichend Stoffwechselprozesse zu sorgen und deshalb abstirbt. Eine Zerstörung einzelner Pflanzen kann in der Folge eine Kettenreaktion auslösen: Ist die Pflanze abgestorben, gibt diese auch der wenigen Erde auf wind- und wasserausgesetzten Felsen keinen Halt mehr, so dass das Miniatur-Ökosystem Felskopf dadurch nachhaltigen Schaden nimmt.