So orientiert sich der Kletterer an der Wand

 



An einem Kletterfelsen existiert selten nur eine einzige Route. Meist sind die Felsen von einem Netz an Kletterouten überzogen und der genaue Verlauf der verschiedenen Anstiege ist nicht auf den ersten Blick erkennbar.


So genannte „Topos“ dienen daher zur Orientierung. Dabei handelt es sich um Felsskizzen, aus denen der Routenverlauf, die Anzahl und Position der Haken, der Name und der Schwierigkeitsgrad der verschiedenen Routen hervorgeht.


Das hier abgebildete Beispiel zeigt den Fels Eldorado unmittelbar am Kletter-Infozentrum mit den dreizehn dort kletterbaren Routen. Unter diesen sind mit Ekel (9+) und Stone Love (10+) zwei Meilensteine des englischen Extremkletterers Jerry Moffat aus den 80er Jahren beheimatet. Mit Raubritter (11-) und Infinity (11-/11) hat der fränkische Kletterer Markus Bock 2000 bzw. 2003 den Fels um zwei weitere fränkische Toprouten bereichert.


Zum Schutz der Vegetation sind am Ende der Routen jeweils Umlenkhaken angebracht. Aus dem selben Grund wird der Vorbau des Felsens nicht beklettert, der Zustieg zum Start der jeweiligen Route erfolgt über die untere Rampe, an der ein Fixseil zur Sicherheit befestigt ist.